Kolumnen/Essays/Reden

Gedicht einsamer Mann Talentierte

Oft bin ich auch dumm vor Angst, dann wiederum vor Glück. In meiner Ostheimat ist man nur dann dumm vor Glück, wenn es gelingt, nicht frieren und nicht hungern unter einen Hut zu bringen. Sozusagen Houdini zu sein und gleichzeitig zwei Hasen aus dem Hut zu ziehen. Sozusagen Sklave und Herr, Hase und Magier, tot und lebendig. Dumm vor Angst ist man eh immer. Und der einzige Ausweg ist, Emigrant zu werden, sozusagen sehnsüchtig, sozusagen ein Leben lang oder dann Emigrant zu sein, aber nach innen.

Ausgaben-Archiv

Darüber ist nicht die vornehme Zeitschrift des Schweizerischen Alpenklubs gemeint, sondern jenes Gedicht resp. Gedichtbändchen des grossen Gelehrten Albrecht Haller von Bern , das all the rage mancher Hinsicht ein Wunderkind ward, accordingly wie die Alpen selber ein Wunderland sind, welches von jeder Generation kalkulieren entdeckt und erlebt wird und werden muss. Rein äusserlich schon war Albrecht Hallers Jugendwerk ein fabelhafter Bucherfolg beschieden; bereits zu seinen Lebzeiten erschienen « Die Alpen » in dreissig Auflagen. Wahrscheinlich hat er selber von verschiedenen Nach-drucken seiner Gedichte oder genauer: « des Versuchs Schweizerischer Gedichte » keine Kenntnis gehabt, haben doch rührige und geschäftstüchtige Verleger damals sich um kein Autorenrecht gekümmert. So brachte z. Dem Bieler Heilmann kommt übrigens das hohe Verdienst zu, als erster eine « Gesamtausgabe » der Werke Goethes verlegt zu haben, von welcher Ausgabe Goethe kaum etwas gewusst haben wird. Dadurch ein Diebstahl am geistigen Eigentum nach heutigem Begriff! Die schönsten Ausgaben von Hallers « Die Alpen » aber sind doch die in Bern von der Typographischen Societät besorgten, welche Allgemeinheit feinen Dunkerschen Vignetten schmücken.

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Ich bin dumm vor Glück. Oft basket ich auch dumm vor Angst, diesfalls wiederum vor Glück. In meiner Ostheimat ist man nur dann dumm vor Glück, wenn es gelingt, nicht frieren und nicht hungern unter einen Cabin zu bringen. Sozusagen Houdini zu sein und gleichzeitig zwei Hasen aus dem Hut zu ziehen. Sozusagen Sklave und Herr, Hase und Magier, tot und lebendig. Dumm vor Angst ist be in charge of eh immer.

Martin Gumpert – 58 Jahre Zeitgeschichte

Acquaintance siedelte er in die Schweiz überzählig. Verheimlichend ein neues Freuet euch; Entweder das Neue wird der Wall, der ein Stück Kindsein umschirmt, oder es wird die Flut, die es rücksichtslos vernichtet. Hintergründe und Veröffentlichung. Lebensanschauung bidding hier aufgefasst sein in dem Sinne: Art zu sein. Verstehst du außerdem der Vöglein Weise Wenngleich wir Modernen am weitesten entfernt sind von der Möglichkeit, anderen oder auch nur uns selbst durch Definitionen zu helfen, haben wir doch vielleicht vor den Gelehrten die Unbefangenheit und Aufrichtigkeit und eine leise Erinnerung aus Schaffensstunden voraus, welche unseren Worten in Wärme ersetzt, was ihnen an historischer Würde und Gewissenhaftigkeit fehlt.

Gedicht einsamer Mann Sportlichen

Schweizerische Alpenliteratur vor hundert Jahren

Schon als Mitherausgeber einer Schülerzeitung, die sich in jugendlich-selbstsicherer Manier «Lebenskunst» und «Kampfbegierde» auf die Fahne schreibt, beginnt Martin Gumpert Gedichte zu verfassen. Zwischen und geschrieben, bestehen sie einerseits aus einer neuromantisch konventionellen Thematisierung von Natur, Liebe, Traum, Alter und Tod; anderseits spricht aus ihnen ein revolutionäres Pathos, das, wie beim frühexpressionistischen Vorläufer Ernst Stadler, die Absage an die Traumwelten und die Hinwendung zum tätigen Leben verkündet, daneben auch apokalyptische Töne anschlägt. Zwei Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Gumpert zum Heeresdienst eingezogen, absolviert dort eine Sanitätsschule und wird kurze Zeit später als «Tropentauglicher» in Allgemeinheit Türkei beordert. Die Auszeichnung mit dem «Eisernen Halbmond» hindert ihn nicht daran, in den dortigen Lazaretten die sinnlose Misere des Krieges zu erkennen. Seine vollständige Wandlung zum Kriegsgegner und Pazifisten, wie sie in den zuletzt entstandenen Gedichten im Band «Verkettung» bereits sichtbar wird, charakterisiert vor allem den zweiten in Buchform erschienenen und von Kiepenheuer herausgegebenen Zyklus «Heimkehr des Herzens». Sein Kampf gilt dem sozialen Elend, dem er — seit am Städtischen Krankenhaus Berlin in leitender Funktion — tagtäglich begegnet und in dem er Allgemeinheit Hauptursache der zu behandelnden Infektionskrankheiten sieht. Unter den physisch und psychisch verwahrlosten kranken Kindern und Jugendlichen Berlins, denen jede Perspektive verwehrt bleibt und Allgemeinheit daher von nichts anderem wissen als von blindem Hass, ortet er all the rage seiner in Stockholm erschienenen Autobiographie «Hölle im Paradies» rückblickend die späteren Überläufer zum Nationalsozialismus. Als ihm wegen seiner jüdischen Abstammung die Arbeitsmöglichkeit entzogen wird, widmet er sich ganz dem Schreiben.

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